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Dieses Rezensionsexemplar wurde mir vom Verlag Fischer Sauerländer zu Verfügung gestellt. An dieser Stelle möchte ich mich nochmal herzlichst für die Bereitstellung des Buches bedanken.

5/5

Searching Lucy

von Christina Stein

Genre: Jugend Thriller | 288 Seiten | erschienen 24.03.2021 | Verlag: Fischer Sauerländer |

ISBN 978-3-7373-5712-8 | gebunden: 13,00 Euro

 

Klappentext

Wochen ist es her, dass Ambers Zwillingsschwester Lucy verschwunden ist. Einfach so. In einer Vollmondnacht. An Halloween. Genau einen Monat nach Ambers Vater. Keine Verdächtigen, keine Lösegeldforderung, nicht eine einzige Spur. Amber weiß, die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden noch leben, sinkt mit jedem Tag. Jeder in ihrem Umfeld könnte der Täter sein. Deswegen bricht sie in so viele Häuser wie möglich ein. Denn in irgendeinem dieser Keller ist ihre Schwester. Sie weiß es. Und sie wird sie finden. Und sie wird ihn finden.

Rezension

"Wie gut kennen wir die Menschen, die uns umgeben, wirklich? Was an ihnen ist echt, was Fassade? Er könnte den good guy nur spielen, hinter verschlossener Tür ganz anders sein. Er kannte meinen Vater, und er kannte Lucy."

Christina Stein in "Searching Lucy" - Seite 77

Cover: Das Cover, das meiner Meinung nach wirklich gut zur Geschichte passt, hat mich letztendlich dazu bewegt, mir das Buch näher anzusehen. Die Gestaltung mit den wenigen Farbelementen ist gut gelungen.

Innengestaltung: Das Buch ist gestalterisch sehr schlicht gehalten. Es hebt sich lediglich die Nummerierung der Kapitel ein wenig vom Fließtext ab. Allerdings befindet sich vorne eine Playlist, was mir immer recht gut gefällt. Die Playlist habe ich teilweise beim Lesen gehört, sie hat mir gut gefallen und hat super zu der düsteren Atmosphäre gepasst.

Inhalt: In nahezu dem gesamten Buch lesen wir die Geschichte aus Sicht von Amber, in der Ich-Form. 

Bereits der erste Satz hat es in sich und gibt einem sofort das Gefühl unbedingt mehr wissen zu wollen, dringend weiterzulesen.

Bereits zu Beginn lernt man viel über die Protagonistin kennen. Sowohl Dinge aus ihrem näheren Umfeld, wie Freunde und Familie, als auch Gefühle, was genau sie bewegt, was sie berührt, wie sie sich während bestimmten Handlungen und Taten fühlt. Man bekommt einfach so viel mit, dass es mir wirklich mehrmals im Buch nahe ging und ich sehr emotionale Stellen mit der Protagonistin geteilt habe, mich so in sie hineinversetzen konnte, dass ich alles um mich herum vergessen habe. Und das hatte ich auf diese Weise wirklich noch nicht so oft erlebt.

Der flüssige Schreibstil der Autorin trägt noch dazu bei, dass man schnell in der Geschichte voranschreitet. Es gibt ruhige Momente, die man gemütlich liest und schockierende Momente, die dazu verleiten, nahezu hektisch weiter zu lesen. 

Weiterhin ist die Sprache sehr modern, was die ganze Geschichte noch näher an den Leser bringt. Es werden beispielsweise Floskeln benutzt und teilweise englische Wörter eingeworfen, wie das eben junge Menschen heutzutage machen und das macht die Geschichte wirklich authentisch.

Fazit: Searching Lucy ist ein Buch mit eher düsterer, oft melancholischer Stimmung. Die Protagonistin hat hart mit den Verlusten in der Familie zu kämpfen, ist jedoch nicht bereit aufzugeben. Die Gefühle und Emotionen werden von der Autorin so unfassbar gut rübergebracht, dass es immer wieder Momente gab, bei denen ich selbst ein paar Tränen in den Augen hatte. Die ganze Story baut sich nach und nach auf, ist zu keinem Zeitpunkt langweilig und hat mich dazu verleitet, das gesamte Buch an einem Stück zu lesen.

Wirklich eine atemberaubend gute Geschichte.

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